Kunst für Kinder

"Aus meinen langjährigen Erfahrungen als Ärztin halte ich es für sinnvoll, dass Kinder eine Einrichtung haben, in der sie sich in der Begegnung mit dem Ensemble der Künste - von Sprachspielen bis zur Literatur, vom Rollenspiel bis zum Theater, von der Bewegung bis zum Tanz, vom Kritzeln bis zur bildenden und angewandten Kunst, von Geräuschen und Rhythmen bis zur Musik - spielerisch ausprobieren können und in vielgestaltigen Prozessen mit allen Sinnen ihre Begabungen entdecken und fördern."

Dr. med. Inge Flehmig

WAHRNEHMEN - HANDELN - ERLEBEN - EXPERIMENTIEREN - ENTDECKEN - GESTALTEN

BEGABUNGEN ERKENNEN UND FÖRDERN, KREATIVITÄT ENTWICKELN

Neugierig und mit wachen Sinnen erkunden die Kinder ihre Welt. Sie manipulieren und experimentieren mit allen möglichen Materialien und verwandeln lustvoll ihre Umgebung, am liebsten mit ganzem Körpereinsatz. Sie erfreuen sich an den Spuren, die sie - für alle sichtbar! - hinterlassen: Seht her, hier bin ICH! In diesem Spiel entwickeln die Kinder ihre Identität und entfalten ihre kreativen Anlagen. Was bei beiläufiger Betrachtung eher belanglos erscheint, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als eine höchst komplizierte und äußerst produktive Tätigkeit, die Einstein zu der pointierten Bemerkung veranlasste "Das Verständnis des Atoms ist ein Kinderspiel im Vergleich zum Verständnis eines Kinderspiels."

Auf der Grundlage unserer langjährigen Erfahrungen haben wir für den Verein "Kunst für Kinder" ein Konzept entwickelt, das auf die natürlichen, entwicklungsorientierten Bedürfnisse der Kinder eingeht und sich den aktuellen Herausforderungen stellt. In den kontinuierlichen Begegnungen mit allen fünf Künsten empfangen die Kinder vom vierten Lebensjahr an vielfältige Anregungen und eine professionelle Begleitung, um die kindliche Persönlichkeit und ihre motorischen, emotionalen, kognitiven und sozialen Intelligenzen zu entwickeln. Das Ensemble der Künste ist dafür ganz besonders geeignet. Es ist vielfältig, kindgemäß und anspruchsvoll. Für unsere Mentoren steht nicht das Unterrichten, sondern das weitgehend selbständige Untersuchen und Experimentieren im Mittelpunkt. Insofern handelt es sich bei unseren Bemühungen nicht um eine frühe künstlerische Ausbildung. Wir nutzen vielmehr das frühe musisch-künstlerische Experimentieren in kleinen Gruppen (max. acht Kinder in altersgerechter Zusammensetzung), um grundlegende Fähigkeiten und Voraussetzungen anzuregen und zu entwickeln wie Neugier, Experimentierfreude, Konzentration, problemlösendes Handeln, handlungsmobilisierende Vorstellungskraft und Phantasie, emotionale Intelligenz, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, Assoziationsfähigkeit, Identitätsfindung, Eindrucks- und Ausdrucksfähigkeit, Gestaltungswillen u.dgl. Dieses Anliegen prägt natürlich unsere wöchentlichen zweistündigen Begegnungen. Sie sind meistens fröhlich, temperamentvoll, nachdenklich, abwechslungsreich, spannend, witzig und eben jedes Mal ein bisschen anders.